Montag, den 24. Januar 2011 um 13:37 Uhr    PDF Drucken E-Mail
Wacker-Vorstand Weberberger: "Ohne Wacker müsste man das Stadion zubetonieren"
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Blog - Ö-Bundesliga

Im Interview mit tivoli12.at geht Wacker-Innsbruck-Vorstandsmitglied Martin Weberberger in die Offensive und prangert die hohen Stadioninfrastukturkosten an. Weberberger: "Meine Meinung ist, dass wenn man die Geschichte des FC Wacker Innsbruck betrachtet, dann weiß man, dass auch in der Zeit vom Gerhard (Stocker, Anm.) und auch danach, immer wieder mit Minus bilanziert wird. Ohne jetzt genau recherchiert zu haben, dann ist das Minus immer genau das, was die Stadioninfrastruktur kostet. Das ist für mich ein Unding, denn in ganz Österreich zahlt keiner für das Stadion auch nur annähernd soviel, wie wir", so Weberberger gegenüber tivoli12.at.

 

Die letzten, so Weberberger weiter, die derart hohe Kosten gehabt hätten, "waren die Kärtner. Und sonst zahlen alle nur eine Bagatelle". Weberberger meint, dass die 1,6 Mio. Euro Schulden, die unter Obmann Gerhard Stocker entstanden sind und die 700.000 Euro, die bei der letzten Generalversammlung zu Tage getreten sind, auf die Infrastrukturkosten zurückzuführen wären.

 

Politischer Schulterschluss gefordert

Weberberger: "Wir müssen 'brennen' für ein Stadion, das man ohne uns zubetonieren müsste, weil es sonst keiner nützt. Das ist eben so, das ist Innsbruck, das ist Tirol. Schade, dass sich die Politik nicht zu sagen getraut, 'wir stellen das Stadion dem verein kostenlos zur Verfügung'. Wobei kostenlos wäre das ja auch nicht, weil wir ja trotzdem die Sicherheitskosten und alles rund herum bezahlen müssten. Der Spielbetrieb wird uns immer was kosten, nur wäre es sehr schön, wenn es uns gelingen würde, die Stadionmieten einmal wegzubringen. Da bräuchte es einmal einen ehrlichen politischen Schulterschluss wie es sonst in ganz Österreich eigentlich überall üblich ist."

 

Dem entgegnet jedoch Michael Bielowski, Geschäftsführer der Olympiaworld Innsbruck, die das Stadion betreibt. "Der FC Wacker –Innsbruck zahlt für die Nutzung der Infrastruktur Mieten und Betriebskosten . Die Höhe dieser Nutzungsentgelte ist vertraglich mit dem FC Wacker–Innsbruck vereinbart , dabei erreichen wir für den Spielbetrieb bei den Mannschaftssportarten einen Deckungsgrad von ca. 30 % , entsprechende Vereinbarungen gibt es auch mit den anderen Nutzern", sagt Bielowski in Anspielung auf die verrechneten Kosten gegenüber 90minuten.at.

 

Abrechnung mit dem eigenen Vorstand

Weberberger rechnet aber auch mit dem eigenen Vorstand ab. Auf die Frage, ob es Kommunikationsprobleme im Vorstand von Wacker Innsbruck gibt, sagt er: "Zum Vorstand kann ich nur soviel sagen, dass ich das Gefühl habe, dass es ein paar gibt, die sich sich für den Verein den Arsch aufreißen und Tag und Nacht für diesen Verein rotieren. Und dann gibt's einige, die sehen die Funktion als Vorstand des FC Wacker Innsbruck als Selbstzweck an. Die definieren sich darüber und nehmen ihre Aufgaben nicht so wahr, wie ich es mir wünschen würde".

 

tivoli12.at: Stadionkosten verursachen Minus






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