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| Die 10 Irrtümer des Herbert Prohaska |
| Blog - Nationalteam |
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von Gerald Gossmann
1) „Ich hätte dem Andi Herzog eine Chance gegeben. Der Punkt ist einfach, dass ich gerne einen Österreicher gesehen hätte.“
Auch sein Wunsch nach einem Österreicher geht ins Leere: Die letzten österreichischen Teamchefs konnten trotz langer Amtsperioden nicht überzeugen – vor allem in taktischer Hinsicht. Krankl setzte zwei Qualifikationen in den Sand, Hickersberger holte in seiner miesesten Phase aus 15 Spielen nur einen Sieg und Constantini vergeigte die letzte Qualifikation brachial. Also warum erneut einen Österreicher ans Ruder lassen?
2) „Herzog ist jetzt 43. Ich mein, irgendwann muss er doch damit (als Trainer, Anm.) anfangen. Wenn du ihm aber nie die Chance gibst, sammelt er nie Erfahrung.“ Ist aber das Aushängeschild des österreichischen Fußballs, eine Nationalmannschaft mit hohem Potential, das ideale Probierfeld für Trainerneulinge? Oder sollte nicht der Erfolg der österreichischen Nationalmannschaft an erster Stelle stehen, indem man den fachlich Besten, den man bekommen kann, auf den Teamchefsessel setzt? Für Prohaska ist anscheinend der Lernprozess beziehungsweise die Unterbringung von Haberern im ÖFB wichtiger.
3) „Marc Janko muss sich endlich einmal wo durchsetzen.“ Die Aussage ist nicht nachvollziehbar. Janko wechselte als Salzburgs Topstriker (in seiner besten Saison holte er mit 39 Treffern den Schützentitel) zum holländischen Spitzenklub Twente Enschede, wo er in 75 Spielen 37 Tore erzielte – also in jedem zweiten Spiel netzte. In ein paar wenigen Spielen gegen Ende seiner Zeit bei Twente stand Janko nicht mehr in der Startelf. Darauf folgte sein Wechsel zum amtierenden EL-Sieger FC Porto, wo er in drei Spielen drei Treffer erzielte.
4) „Realistisch gesehen können wir uns nicht qualifizieren. Aber das ist das Reizvolle an dem Job als Teamchef.“ Realistisch ist es aber nur dann nicht, wenn man die Weltrangliste als Maßstab heranzieht. Dort liegen wir auf dem abgeschlagenen 71. Platz. Was aber nicht die Qualität der Spieler in der Mannschaft widerspiegelt. Schon in der abgelaufenen Qualifikation hätte Österreich den schwächelnden Türken und Belgiern die Stirn bieten müssen. Nahezu alle Spieler der Türkei, die gegen Österreich aufliefen, spielten in der Heimat, während Constantini aus starkspielenden Legionären wählen konnte. Mit einem Teamchef, der Taktik nicht für überbewertet hält, bestehen durchaus auch realistische Chancen gegen die EM-Teilnehmer Irland und Schweden.
5) „Unsere Mannschaft braucht zwei sehr gute Spieler, die international für Aufsehen sorgen. Ich hatte mit einem Herzog, Polster und Feiersinger herausragende Spieler.“ Auch wieder nicht nachvollziehbar. Österreich hat so viele stark spielende Legionäre wie lange nicht mehr. Pogatetz und Fuchs sind Leistungsträger in der deutschen Bundesliga und wurden bereits in diverse Teams der Saison gewählt. Harnik hat in 22 Spielen in dieser Saison bereits 11 Treffer für den VfB Stuttgart erzielt, wird von Vereinsspitzen als das Gesicht der Stuttgarter bezeichnet, war vorletzte Runde Spieler des gesamten Spieltages. Alaba wird immer besser, spielt bereits eine wichtige Rolle bei den Bayern. Janko wechselte nach 37 Treffern in 75 Spielen für Twente zum FC Porto, trifft auch dort einmal pro Spiel. Fallen wohl alle in die Kategorie: Für Aufsehen sorgen. Dazu bringen Dragovic, Arnautovic, Kavlak, Ivanschitz, Baumgartlinger, Kayhan, Garics, |



Im aktuellen Interview mit dem „Sportmagazin“ äußert sich Herbert Prohaska erneut zu den heißen Themen des österreichischen Fußballs. Seine Behauptungen lassen sich dabei selten mit Fakten untermauern. Seine 10 größten Irrtümer im Faktencheck. Ein Widerspruch.






